{"id":110,"date":"2016-06-01T22:39:51","date_gmt":"2016-06-01T22:39:51","guid":{"rendered":"http:\/\/devblog.cssec.de\/?p=110"},"modified":"2019-02-08T23:33:42","modified_gmt":"2019-02-08T23:33:42","slug":"erfahrungsbericht-makulu-linux","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cssec.de\/blog\/2016\/06\/01\/erfahrungsbericht-makulu-linux\/","title":{"rendered":"Erfahrungsbericht Makulu Linux"},"content":{"rendered":"<p>Vor einer Weile musste ich mal wieder mein HP Notebook neu aufsetzen &#8211; da ich dummerweise die Partition auf der Platte f\u00fcr Linux zu klein gew\u00e4hlt hatte und ich dadurch bei den yocto-Builds laufend die Platte zu war.<\/p>\n<p>Eigentlich bin ich ja absolut \u00fcberzeugter Nutzer von Manjaro Linux, was auf arch linux basiert, auf meinem anderen Notebook und auf einer anderen Partition habe ich das laufen &#8211; extrem stabil, immer aktuell und mit blitzschnellem Boot.<br \/>\nAuf dem Manjaro habe ich jedoch Schwierigkeiten yocto f\u00fcr das kontron-Board, was wir bei der Steuerung einsetzen richtig zum Laufen zu bekommen, speziell die Abh\u00e4ngigkeiten sind relativ schwierig herzustellen. Au\u00dferdem meckert yocto immer \u00fcber \u201cnicht unterst\u00fctzte Distribution\u201d.<\/p>\n<p>Also installierte ich mir anf\u00e4nglich ein Standard-Ubuntu (ich bin aber echt kein Freund von Unity), es stellte sich aber heraus, das dieses viel zu langsam auf dem HP-Notebook lief. Auch eine Installation von Mate Desktop auf dem Ubuntu brachte eher Schwierigkeiten als Besserung.<\/p>\n<p>Nachdem ich dann mir noch eine SSD geholt habe, habe ich mich dann mal auf distrowatch umgeschaut, ob ich eine Distro finde, die schlank und Ubuntu-basiert ist. Klar h\u00e4tte man jetzt XUbuntu nehmen k\u00f6nnen, aber ich habe einfach keine Lust gehabt, erst einmal Stunden mit der Einrichtung meines Desktops zu verschwenden.<\/p>\n<p>Mein Blick fiel auf Makulu Linux, was ein sch\u00f6n gestalteter, auf XFCE-Basis (eine Variante davon) setzender Ubuntu-Fork ist.<\/p>\n<p>Ich muss auch sagen, dass die Oberfl\u00e4che echt top ist, die Bedienung ist fast wie unter Windows, Abst\u00fcrze hatte ich bisher auch nicht, die Einrichtung, etc. ist wirklich leicht gewesen.<br \/>\nDie Software-Auswahl ist allerdings etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Standardm\u00e4\u00dfig ist Google Chrome als Browser installiert, als Office gibt es WPS (Was auch immer das f\u00fcr ein Office-Paket ist).<br \/>\nVom Aussehen her, ist das fast ein Klon vom neuen MS-Office, d.h. es gibt auch so etwas wie \u201cRibbons\u201d. Allerdings ist die Software in einem sehr fr\u00fchen Stand &#8211; gerade habe ich beim Start eine Alpha21 als Download angezeigt bekommen.<br \/>\nNaja, eine Alpha als Paket f\u00fcr eine Distro zu bekommen ist schon etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig.<\/p>\n<p>Spieletechnisch ist schon ein Steam und PlayonLinux installiert, ansonsten halt die Standard-Spiele (AisleRot Solitaire, Mahjongg und Sodoku).<\/p>\n<p>Multimedia-Technisch wird bomi als Standard-Player genutzt, das Tool habe ich eigentlich noch nie vorher geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Als installierte Grafik- und Bildbetrachtung gibt es eigentlich auch nur ziemlich abgespecktes Zeug, die Auswahl der installierten Software ist eher mau.<\/p>\n<p>Ich habe mir erst einmal die \u201cnormalen\u201d Dinge nachinstalliert, ein Libreoffice, VLC, Clementine und Gimp.<\/p>\n<p>Soweit so gut. Was mich ziemlich bei Makulu Linux nervt ist die Aktualierungsverwaltung. Irgendwie wurde hier versucht, die vom Mint zu integrieren. Das funktioniert eher schlecht als Recht. Erstens zeigt mir die Aktualisierungsverwaltung laufend Probleme mit fehlenden Repositories an &#8211; das darf eigentlich nicht sein, wenn man nach einer Neuinstallation solche Fehler kommen.<br \/>\nDie Mirrors, die Makulu nutzt, sind teilweise extrem langsam. Ich hatte Tage, wo eine Installation von ein paar Megabyte ca. 45 min gedauert haben, nur weil die Mirrors so langsam sind.<br \/>\nDie Aktualisierungsverwaltung (also die grafische) zeigt spannenderweise nur eine Auswahl an Software, die aktualisiert werden kann.<br \/>\nAndere, die \u00fcber apt installiert werden kann, wird da gar nicht aufgelistet &#8211; warum auch immer. Eigentlich sollte eine Aktualisierungsverwaltung ja die Sachen auflisten, bei der ein Update notwendig ist, es kommen aber meistens nur Komponenten, die einfach mal \u00fcberhaupt nicht systemrelevant sind.<\/p>\n<p>Nach der ersten Installation habe ich dann (weil ich das mit der unvollst\u00e4ndigen Aktualisierungsverwaltung gemerkt habe) ein apt-get update, apt-get upgrade und apt-get dist-upgrade durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das h\u00e4tte ich lieber nicht tun sollen, denn das f\u00fchrte dann zu einem nicht mehr funktionsf\u00e4higen System &#8211; irgendwie wurde ein Gro\u00dfteil \u00fcberschrieben und ein Boot war gar nicht mehr m\u00f6glich.<br \/>\nAbsolute Katastrophe.<\/p>\n<p>OK &#8211; System zweites Mal aufgesetzt &#8211; irgendwie hat sich ein update \u00fcber apt immer vermeiden lassen.<br \/>\nMal schauen, gerade habe ich (weil owncloud die alte Version angemeckert hat) noch ein Update \u00fcber apt gefahren, dr\u00fcckt mal die Daumen, dass das System hochf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Was mich auch extrem nervt ist, wenn man eine Tastatur oder eine neue Maus einst\u00f6pselt. Dann wird man von Popups geradezu \u00fcberh\u00e4uft. OK, gerade habe ich das mal mit der Maus ausprobiert und ich zumindest nur 2 Popups bekommen. Es gab aber auch schon Zeiten, da habe ich ca. 4 mal den Mouse and Touchpad-Dialog bzw. den Keyboard-Dialog bekommen. Was soll denn das?<\/p>\n<p>Alles in allem ist Makulu Linux zwar optisch sch\u00f6n, aber irgendwie nervts auch.<br \/>\nDie Standardauswahl der Software ist ziemlich gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig und teilweise alpha (oder vielleicht sogar pre-alpha :o) ), der Update-Prozess wie ein W\u00fcrfelspiel.<br \/>\nBei Youtube habe ich einige Leute gesehen, bei denen die Installation von propiert\u00e4ren Treibern einfach mal gar nichts gemacht haben.<\/p>\n<p>Ich werde wohl das Makulu wieder von der Platte werfen und statt dessen mal mit meinem Majaro und Docker und einer \u201cvirtuellen\u201d Ubuntu-Build-Umgebung experimentieren.<br \/>\nDas spart mir bestimmt viel Zeit (ohne laufendes Multi-Boot) und Nerven und ich kann mit meinem bevorzugten System arbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einer Weile musste ich mal wieder mein HP Notebook neu aufsetzen &#8211; da ich dummerweise die Partition auf der Platte f\u00fcr Linux zu klein gew\u00e4hlt hatte und ich dadurch bei den yocto-Builds laufend die Platte zu war. 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