Virtualbox in Linux mit USB-Zugriff

Hallo,

wie im vorherigen Beitrag bereits geschrieben, bin ich dabei meinen Büro-PC komplett auf Manjaro Linux umzustellen, ohne Dual-Boot ins Windows. Für gelegentliche Windows-Arbeiten werde ich Windows einfach in einer Virtualbox (oder vielleicht auch in KVM???) laufen lassen.

Da ich bisher eigentlich Virtualbox ganz gut fand und ich das mal für verschiedene Tests von Ubuntu und Tails auf meiner Manjaro-Installation bereits am Laufen habe, habe ich erst einmal das genutzt. Ich habe zwei Windows 10 – Installationssticks rumliegen und war eigentlich der Meinung, dass man von denen auch die Installation durchführen kann. Dazu wollte ich aber erst einmal den USB-Zugriff einrichten, was leider nicht sofort funktionierte. Beim Versuch, die USB-Geräte im Gast-System anzeigen zu lassen, war die Liste leider leer.

Für die Installation der vollen USB-Unterstützung (USB3.0), installiert Euch erst einmal das Oracle VM VirtualBox Extension Pack. Das könnt ihr direkt auf der Virtualbox-Seite in den Downloads herunterladen. https://www.virtualbox.org/wiki/Downloads
Nach der Installation steht zwar USB3.0 zur Auswahl zur Verfügung, allerdings ist es essentiell, dass ihr Eurem Nutzer auch die vboxusers-Rolle zuzuweist.

Das macht ihr am besten so:

  
  sudo usermod -a -G vboxusers username

Loggt Euch nach Ausführung des Befehls einmal aus und wieder ein, dann sollte der Zugriff auf den USB-Stick aus Virtualbox möglich sein.

Obwohl ich die Prozedur ausgeführt und auch den USB-Stick einhängen konnte, funktionierte aber die Installation von Windows 10 über diesen Stick nicht. Anscheinend lässt Virtualbox eine Installation über Boot-Sticks nicht zu.
Am Ende erstellte ich mir über das Media Creation Tool von Microsoft eine neue ISO-Datei und band diese als CDRom in Virtualbox ein. Das funktionierte dann glücklicherweise.

Demnächst gehts weiter…

Das Problem mit dem MBR

Hall

da die SSD’s gerade ziemlich günstig sind und auf meinem Office-PC sowieso das eine oder andere Mal meine 60GB Linux-Partition bereits mehrfach komplett ausgelastet war, habe ich mir mal eine 1TB SSD zugelegt.
Um nicht alles neu installieren zu müssen, habe ich die alte Platte einfach geklont natürlich unter linux mit dem dd-Befehl – was einfach nur fantastisch funktioniert hat.
Ich hatte vor kurzem den Rechner meines Vaters mit Windows-Software versucht zu klonen, was aber jedesmal bei knapp 90% einfach stehen geblieben ist – nachdem ich dann ein Linux-Live-System gebootet und die Platte einfach mit dd geklont habe, lief das komplett stressfrei.

Aber zurück zu meiner Platte. Nach dem Klonen wollte ich dann einfach noch zwei Partitionen anlegen, eine Partition für Linux zum Erweitern meines Home-Verzeichnisses und eine Windows-Partition für andere Sachen.

Leider musste ich dabei feststellen, dass ich beim Aufsetzen der alten Platte diese im MBR-Format erstellt hatte, das Problem am MBR ist, dass man dort nur maximal 4 Partitionen anlegen kann. Und die waren durch 3 Windows-Partitionen, nämlich die 100MB-Boot-Partition, einer Partition für C und eine für D belegt. Wäre ich damals intelligent gewesen, hätte ich eine erweiterte Partition mit einem logischen Laufwerk für Windows D: und einem logischen Laufwerk für Linux angelegt.
So ging das leider nicht, und das einzige was ich eigentlich machen konnte, war, die Linux-Partition um die 500GB dazugewonnenen Platz zu erweitern. Alles andere hätte zum Datenverlust und zwei Tagen Neuinstallation meines Systems geführt.

Was für ein Dilemma.

Obwohl ich auf dem Rechner größtenteils unter Linux unterwegs bin, brauche trotzdem manchmal die Windows-Partition zum Nachstellen von Fehlern meiner Laserfeed-Software bzw. zum Entwickeln von neuen Windows-C++-Anwendungen.

Was mich zum nächsten Dilemma führt – nämlich, dass auf dem Rechner noch ein Windows 7 (zum Glück Professional) läuft, bei dem in knapp einem Jahr der Support ablaufen wird. Das wäre jetzt nicht unbedingt ein Problem, das jetzt akut wäre, leider ist aber die (100-500MB automatisch angelegte) Boot-Partition für Windows 7 zu klein, so dass nun kein Update mehr richtig funktioniert. Echt blöde Situtation.

Glücklicherweise habe ich es inzwischen geschafft, meine Qt-Programme auch auf einem anderen Rechner als meinem Büro-PC zum Laufen zu bringen, so dass ich eigentlich die Entwicklung komplett auf mein Notebook auslagern oder aber eine Neuinstallation ohne größere Probleme durchführen könnte.

So habe ich überlegt, wie ich aus dem Dilemma herauskomme, ohne jetzt die ganze Platte komplett neu aufsetzen zu müssen.

Dabei sind mir folgende Möglichkeiten gekommen:

  1. Möglichkeit: Alles beim Alten lassen – ohne Windows-Updates, etc. – sicherlich der momentan einfachste Weg, aber speziell im Hinblick auf die Windows-Installation SEHR unsicher
  2. Möglichkeit: die drei Windows-Partitionen komplett platt machen, 2 neue anlegen (Boot und C-Partition).  Die inzwischen große Linux-Partition kann ich ja wieder verkleinern und anschließend den freien Platz für eine erweiterte Partition nutzen. Dort kann ich dann entsprechend die neuen Windows- und Linux-Partitionen anlegen. Hier geht mir zumindest nur das Windows-System flöten, d.h. das müsste ich neu aufsetzen, für ein Wechsel auf Windows 10 müsste ich das sowieso machen.
  3. Es gibt wohl einige Tools, mit denen man von MBR auf GPT umstellen kann, ohne einen vollständigen Datenverlust zu haben. Diese kosten aber Geld. Bisher habe ich gescheut, den Aufwand zu treiben, so eine Software zu kaufen um dann feststellen zu müssen, dass sie nicht korrekt funktioniert. Nein danke.
  4. Möglichkeit: Abschaffen des Dual-Boot-Systems, Löschen der kompletten Windows-Partitionen und Umwandlung der Partitionen in EINE Linux-Partition. Windows wird dann nur noch in einer VM gestartet, wenn ich die denn benötige.

Momentan spiele ich echt mit dem Gedanken, den letzten Schritt zu machen, auch wenn ich in der VM möglicherweise einige Performance-Einbußen hinnehmen muss. Trotzdem erscheint es mir als die beste der Varianten, da ich zu 70-80% der Zeit sowieso im Linux bin. Wenn ich denn mal unbedingt ein (echtes) Windows-System brauche, kann ich ja auch mein Notebook nutzen. Für Office und ein bisschen Qt und ggf. Eclipse sollte auch eine VM ausreichend sein. Außerdem hätte ich so den Vorteil

Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, wie das weiter geht und welche Stolpersteine es da gibt.

Böser Fehler – Hostname umstellen

Hallo Leute,

irgendwie nenne ich meine Rechner ja gern nach Mathematikern – bin ich ja mehr oder weniger einer – zumindest habe ich vor etlichen Jahren Wirtschaftsmathematik studiert. Auch wenn ich damit nicht mehr viel am Hut habe und lieber Software erstelle, verleugne ich meine Herkunft nicht.  Aber nun zur eigentlichen Sache.

Bei meinem Notebook ist vor einiger Zeit die SSD kaputt gegangen, merkwürdigerweise konnte man auf die Daten aus einem Linux-System noch zugreifen, wenn auch nur im RAW-Modus, aber zumindest konnte ich so einige Sachen noch retten.

Bei der Neuinstallation meines Notebooks habe ich aber irgendwie verpasst, den Rechner gleich richtig zu benennen. Jetzt, da ich ein paar Dinge neu installiere (z.B. ein neues Office) und meinen privaten Microsoft Live-Account vom Notebook runter werfe und stattdessen einen „geschäftlichen Account“ eingerichtet habe, habe ich auch gleich mal den Hostnamen meines Notebooks umbenannt – eben nach einem Mathematiker.

Auf dem Notebook läuft auch ein Oracle XE, was ich für mein Laserfeed zum Testen und auch für mein neuestes Projekt – die Materialzeugnisverwaltung zum Entwickeln brauche.

Nach dem Neustart nach der Umbenennung, dann der Schreck – meine Materialzeugnisverwaltung konnte sich  nicht mehr mit der Datenbank verbinden – Fehlercode: 12541.

Nach kurzem Googlen, habe ich dann gefunden, dass es etwas mit dem TNSListener zu tun hat. Ein SQLPlus ging komischerweise problemlos. Nachdem ich dann aber mal in die Dienste geschaut habe, musste ich feststellen, dass der TNSListener down war.

Nach dem Start des Listeners ist er immer sofort wieder heruntergefahren. Mist.
Dann kramte ich aber ein wenig Restwissen aus meiner Oracle-Admin-Zeit bei Apoll aus meinem Hirn hervor und hab mir mal die TNSNAMES.ora und die Listener.ora (beide im network\admin-Ordner) angeschaut. Dort stand natürlich noch der alte Hostname drin:

LISTENER.ORA:

LISTENER =
  (DESCRIPTION_LIST =
    (DESCRIPTION =
      (ADDRESS = (PROTOCOL = IPC)(KEY = EXTPROC1))
      (ADDRESS = (PROTOCOL = TCP)(HOST = ALTERHOSTNAME)(PORT = 1521))
    )
  )

TNSNAMES.ORA:

XE =
  (DESCRIPTION =
    (ADDRESS = (PROTOCOL = TCP)(HOST = ALTERHOSTNAME)(PORT = 1521))
    (CONNECT_DATA =
      (SERVER = DEDICATED)
      (SERVICE_NAME = XE)
    )
  )

Nach der Änderung des ALTERHOSTNAME in meinen neuen Hostnamen startete auch wieder der Listener und ich konnte mich wieder mit der Datenbank verbinden.
Puh – Glück gehabt.

Also bedenkt das am besten bei der Umbenennung von Hostnamen. Eine Alternative stellt natürlich auch ein Eintrag in der ETC/HOSTS dar, aber ich denke, mit Anpassung der Listener.ora ist das besser.

GUI-Konzepte erstellen mit Pencil

Hallo,

inzwischen ist mein größeres Projekt, indem ich lediglich ein größeres Team unterstützt habe, zu Ende. Daher erstelle ich wieder eigene Anwendungen, mit allen Schritten, wie Analyse, Konzeption, Entwicklung, Test, Dokumentation – einfach alles, was so zum Erstell-Zyklus einer Anwendung gehört.

Dazu gehört ja meist auch entweder einen Klick-Dummy zu erstellen, oder ein GUI-Design. Jetzt kann man sicherlich bei Web-Anwendungen das ganze über HTML machen und mit Default-Werte füllen, bei Desktop- oder Embedded-Anwendungen sieht das meist schwieriger aus.

Vor etlichen Jahren, als der Cutworks-Webshop konzipiert wurde, wurde ein Usability-Konzept als Wireframe von Centigrade erstellt, was eigentlich genau richtig war, um die wesentlichen Sachen ohne großartig mit Farben ins Detail zu gehen, zu visualisieren. Mit welchem Tool Sie das erstellt haben, weiß ich leider nicht mehr, aber die Art und Weise hat mir damals sehr gut gefallen. Im Web habe ich dann mal gesucht, ob es Freeware oder Open-Source-Software gibt, die solche Wireframe-Grafiken erstellen kann und dabei bin ich auf das Pencil-Projekt von Evolus gestoßen, was für viele Betriebssysteme, d.h. sowohl Linux, Mac OS als auch Windows zur Verfügung steht.

Damit kann man wirklich erstklassig Gui-Konzepte erstellen und in verschiedene Formate exportieren. Inzwischen hat sich Pencil wirklich stark gemausert, es bietet in der aktuellen Version auch die Möglichkeiten, eigene bzw. fertige Collections einzubinden und Cliparts online zu suchen, mit denen man seine GUI-Entwürfe noch einfacher und schöner erstellen kann. Neben „Desktop-Guis“ könnt ihr auch Webseiten-Layouts, IPhone / IPad-Layouts und noch viele andere Arten von GUI’s entwerfen. So könnt ihr in wenigen Minuten Oberflächen gestalten und in PNG, PDF, Inkscape-Dateien, OpenOffice-Dokumente oder als Webseite exportieren.

Hier mal zwei Beispiele:

Die Bedienung ist relativ selbst-erklärend, lediglich mit dem Einbinden von eigenen Bildern hatte ich anfangs Probleme. Bilder bindet ihr ein, indem man diese per Drag & Drop ins Pencil zieht. Eine andere Möglichkeit habe ich bisher noch gar nicht gefunden.

Sogar einer meiner Kunden nutzt das inzwischen um seine Ideen den Entwicklern zu präsentieren.

In Kürze werde ich mal ein kurzes Tutorial über Pencil online stellen, damit ihr Eure ersten Gui-Entwürfe erstellen könnt.

Blog-Umzug und -umstellung

Hallo,

lange Zeit habe ich gehadert, wollte ich doch Flatpress eine weitere Chance geben, es sah ja eine Zeit lang auch so aus, dass ich den Blog in alter Form mit PHP7 weiter betreiben kann.
Leider musste ich aber feststellen, dass inzwischen einige Standard-Plugins (die mein Blog auch nutzt – z.B. Syntaxhighlighter) gar nicht mehr funktionieren. Da ein Syntax-Highlighting für meinen programmierlastigen Blog relativ wichtig ist und auch andere Plugin-Download-Links von Flatpress einfach mal tot sind, habe ich mich entschlossen, den Blog nun endgültig auf WordPress umzustellen.
So spare ich mir die bis dato doppelt Pflege der Blog-Beiträge und außerdem mögliche Sicherheitslücken durch langsame Update-Zyklen.

So sehr mir auch das Herz blutet, das Flatpress-Blog-System aufzugeben, bringt es meines Erachtens nichts, an einer Software festzuhalten, die quasi ein Zombie-Dasein fristet – weder tot noch wirklich lebendig.

Hiermit vielen Dank an Arvid, der viel Arbeit und Energie in das Weiterleben von Flatpress gesteckt hat und mir zumindest kurzzeitig die Hoffnung gegeben hat, das Flatpress noch weiter lebt.

Daneben ist auch der Blog von der URL umgezogen, ab sofort ist der blog direkt in der cssec-Domäne erreichbar, die alten URL’s leiten natürlich auf die neue URL um.

Solltet ihr den alten Blog lieber gemocht haben, ich werde ihn noch eine Weile als „Archiv“ aufrecht erhalten, auch wenn ich bereits alle Beiträge schon in den neuen Blog übernommen habe.